
Was ist das „Eigentliche“ der Botschaft Jesu? Die Frage berührt das Innerste des Christentums, das auf Jesu Botschaft baut. Es berührt auch das Innerste, warum es Theologie gibt. Diese hat es in ihrer Geschichte so unterschiedlich durchbuchstabiert, in Dogmen geschrieben, in Moral gegossen oder sich in kühnste Behauptungen verstiegen. Der Theologe Peter Trummer, der in Graz viele Jahrzehnte Neues Testament lehrte, hat sich auch in seinem neunten Lebensjahrzehnt ganz der Gestalt Jesu verschrieben. Nun ist in dieser „Serie“ das fünfte Buch erschienen. Es zeichnet die Botschaft Jesu von einem grenzenlos gütigen Gott nach. Dies wollte Jesus aller Welt bezeugen. Dieses Eigentliche ist nach Trummer zu allem fähig – doch braucht es dafür nicht jene (dogmatischen) Konstrukte, die die Theologie um Jesus gebaut hat. Er deckt sie als Konstrukte auf. Aber auch jene Bilder aus dem Über-Ich, von dem wir glaubten, es sei (ein) Gott. Oder, um es künstlerisch zu sagen: Trummer legt das Bild Jesu von seinen „Übermalungen“ frei. Was so viel heißt, wie: er legt sie frei – hin auf jene letzte Instanz, die nicht anklagt, sondern ermutigt, uns und anderen zu vergeben, die Sorgen zu begrenzen, vertrauensvoll zu leben. Damit sind wir nach Peter Trummer dem Abba Jesu auf der Spur.
Johannes Rauchenberger führt mit Trummer im Rahmen dieser Buchpräsentation ein „Fach“-Gespräch, in dem das provozierende Potential seines Buches freigelegt wird.
Peter Trummer, geb. 1941, lehrte Neues Testament an der Universität Graz. Seine grenzüberschreitende Theologie möchte die Gestalt und Botschaft Jesu den Menschen von
heute heilsam nahebringen.
Das Buch ‚Jesus ohne Opfer. Glaube, der befreit.‘ erscheint am 16. Februar im Herder Verlag.
Johannes Rauchenberger, geb. 1969, Theologe, Kurator, Kunsthistoriker und Leiter des KULTUMs, Lehrbeauftragter für Kunst und Religion an den Universitäten Wien und Graz.
Eine Kooperationsveranstalt des Bildungsforums bei den Minoriten und des KULTUMs.
Teilnahmebeitrag: € 20,00
Eine Anmeldung ist erforderlich.