
Tanz als Gebet, Erkenntnisweg und Ort, an dem Christus sich im eigenen Körper einschreibt.
P. Saju George SJ lebt seine Berufung in zwei Bewegungen derselben Gottesbeziehung: als Priester der Gesellschaft Jesu und als Performer, Choreograf und Lehrer des klassischen indischen Tanzstils Bharatanatyam. Das Evangelium – die Zusage, dass Gott jeden Menschen liebt und sucht – wird im Tanz zur leiblichen Erfahrung. Die komplexen Bewegungen und Gesten des traditionellen Bühnentanzes werden zur Sprache der Theologie: Lebendig vermitteln sie die Symbolik der Bibel und lassen Inkarnation, Auferstehung und Geist körperlich erspüren.
Mit den marginalisierten Kindern und Jugendlichen in seiner Schule in Nordindien lebt Pater Saju die „Option für die Armen“ konkret. Tanz ist für ihn Gebet, Erkenntnisweg und ein Ort, an dem Christus sich im eigenen Körper einschreibt. So wird der Höchste zum Tänzer, dessen Rhythmus die Welt durchdringt – und P. Saju zu einem Zeugen dieser Bewegung, an der er uns teilhaben lässt: als Zuschauer, aber auch im Ausprobieren einzelner Elemente des Bharatanatyam.
Referent:
P. Saju George Moolamthuruthil SJ, geboren 1965 in Kerala, ist Jesuitenpater und international profilierter klassischer indischer Tänzer. Er studierte Philosophie, Theologie und Tanz an der Rabindra Bharati University in Kolkata und promovierte über die religiösen und philosophischen Grundlagen des indischen Tempeltanzes. In der von ihm gegründeten Schule Kalahrdaya bei Kolkata verbindet er Priesteramt, künstlerische Praxis und soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Milieus. Mit mehr als 2000 Soloauftritten in über 25 Ländern gilt er als „dancing Jesuit“, der Tanz als geistliche Übung und Teil seiner Mission versteht.
Teilnahmebeitrag: € 15,00 (Abendkassa)
Die Anmeldung ist erforderlich unter bildungsforum@graz-seckau.at
Eine Veranstaltung der Kongregation der Helferinnen, in Kooperation mit: Afro-Asiatisches Institut, Bildungsforum bei den Minoriten, Elisabethinen Graz, Jesuiten, KHG Graz und Theozentrum
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